Ja, ich kann mir vorstellen, was ihr jetzt denkt: Wieder diese Selbstoptimierer mit ihrer Morgenroutine. Das dachte ich auch lange Zeit.

Damals sah mein morgendlicher Ablauf noch so aus:

Aufstehen, ins Bad, Frühstück, alles möglichst schnell und mit dem ständigen Blick auf die Uhr. Dann zur Arbeit hetzen, immer mit dem Gefühl schon wieder spät dran zu sein.

Im Rahmen meiner Beschäftigung mit den Themen Selbst- und Zeitmanagement stieß ich dann immer öfter auf den Punkt Morgenroutine, den so viele scheinbar glückliche Menschen für sehr wichtig halten. Irgendwann dachte ich mir, was kannst du schon verlieren, wenn du es ausprobierst? Außer etwas Schlaf vielleicht…

Nach und nach hat sich dann tatsächlich folgende Routine etabliert:

  1. Mit dem Wecker sofort aufstehen.
  2. Bad (Zähneputzen etc.).
  3. Meditation für ca. 10 Minuten.
  4. Während des ganzen Ablaufs ein großes Glas Wasser trinken, um den Flüssigkeitshaushalt nach der Nacht auszugleichen.
  5. Training für ca. 30 Minuten (evtl. ein paar Datteln vorher, um mehr Energie zu haben.)
  6. Gesundes Frühstück (meist Obst, Haferflocken, Müsli, etc.) und einen nicht ganz so gesunden Kaffee.
  7. Während des Frühstücks ein paar Seiten in einem inspirierenden Buch lesen.

    Natürlich kostet das alles Zeit, daher stehe ich ca. 45 Minuten früher auf als zuvor. Aber es lohnt sich wirklich! Ich habe schon nach kurzer Zeit gemerkt, dass ich viel ausgeglichener und gleichzeitig fitter bin. Das Gefühl morgens dir selbst als erstes etwas Gutes zu tun, bevor der Alltag dich in seine Klauen bekommt, ist es wert. Probier es doch einfach einmal für eine gewisse Zeit aus!

Hier ein paar Tipps zum Start:

  1. Verlege deine Weckzeit Schritt für Schritt um eine halbe bis eine Stunde vor (am besten in 5-10 Minuten Schritten), um deinen Körper langsam daran zu gewöhnen.
  2. Lass das Smartphone aus bzw. im Flugmodus (bei mir bleibt es mind. bis zum Frühstück im Flugmodus). Den Tag mit Social Media und Nachrichten zu beginnen, lenkt ab und zieht dich gleich in den hektischen Alltag hinein.
  3. Stehe sofort mit dem Wecker auf, ohne Snooze-Taste. Meistens fangen wir nach dem Weckerklingeln sowieso nur an zu Grübeln. Zudem wäre es der erste Misserfolg des Tages, erst einmal liegen zu bleiben.
  4. Finde heraus welcher Ablauf zu dir passt. Für den einen mag Meditation der entscheidende Punkt sein, jemand anderes kann bald nicht mehr auf Morgensport verzichten. Es gibt natürlich unzählige Möglichkeiten, den Morgen so zu gestalten, dass er dir gut tut. Ein paar Anregungen hierzu findest du auch in diesen Videos:
    10 IDEEN FÜR EURE MORGENROUTINE

      HEALTHY MORNING HABITS » + printable checklist (auf englisch,            aber sehr inspirierend)

Egal was genau du morgens tust, wichtig ist, dass du dir genug Zeit nimmst und sich allmählich ein relativ fester Ablauf etabliert. Am aller wichtigsten aber ist, dass deine Morgenroutine dir gut tut!

Finde deine Balance!