Vor fast eineinhalb Jahren habe ich beschlossen morgens zu trainieren und ich muss sagen das war eine der besten Entscheidungen, die ich je getroffen habe. Im Schnitt viermal pro Woche mache ich vor der Arbeit und allem anderen ca. eine halbe Stunde lang meist zuhause Übungen mit dem eigenen Körpergewicht und dem Slingtrainer. Manchmal gehe ich auch eine kleine Runde laufen. Das hört sich zwar nicht nach viel an, aber durch die Regelmäßigkeit habe ich mehr Fortschritte erzielt und fühle mich besser als zu Zeiten, zu denen ich nicht ganz so regelmäßig eine Stunde oder mehr im Fitnessstudio trainiert habe.

Was spricht nun dafür morgens Sport zu treiben und wieso solltest du es vielleicht auch versuchen?

1. Man setzt ein gutes Mindset für den Tag.
Man beginnt den Tag mit etwas, das man für sich selbst tut und nicht mit Arbeit für jemand anderen oder Pausenbroten für die Kinder. Selbst wenn man den ganzen restlichen Tag keine Zeit mehr für sich hat, hat man sich selbst zumindest schon etwas Gutes getan. Ich weiß, das fühlt sich beim loslegen nicht immer so an ;). Aber spätestens danach, glaubt mir! Außerdem hat man das befriedigende Gefühl an diesem Tag bereits etwas erreicht zu haben. Selbst wenn es mal zäh läuft im Training. Denn man ist immerhin früher aufgestanden, hat die Verabredung mit sich selbst eingehalten und sein Bestes gegeben. Der restliche Tag kann doch danach nur noch gut werden, oder?

2. Ausreden fallen schwer.
Ihr kennt das bestimmt auch: Man kommt abends von der Arbeit oder einem langen Uni-Tag nach Hause und hatte sich vorgenommen noch Sport zu machen. Aber dann ist das Wetter schlecht, man fühlt sich schon ziemlich k.o., die Sportklamotten sind in der Wäsche oder die Couch einfach zu verlockend. Ich weiß nicht genau, woran es liegt, dass mir früh morgens keine Ausreden einfallen – und glaubt mir früher, als ich abends trainieren wollte war ich da sehr kreativ. Meine Theorie ist, dass mein Gehirn morgens einfach noch zu müde ist, um sich gute Ausreden einfallen zu lassen. Allerdings kann es anfangs natürlich nicht ganz einfach sein früher aus dem Bett zu kommen, vor allem bis man eine Morgenroutine etabliert hat.

3. Es macht wach und man fühlt sich fitter.
Wenn man nicht recht aus dem Bett kommt, kann es auch helfen sich zu sagen, dass man nach dem Sport wach und fit sein wird. Denn das ist ein weiterer schöner Effekt. Egal wie müde man ist, nach dem Training ist man auf jeden Fall deutlich wacher. Meistens fühle ich mich sogar den ganzen Tag besser und fitter, wenn ich morgens bereits Sport gemacht habe.

4. Man hat es hinter sich.
Sind wird doch mal ehrlich, Sport macht nicht immer Spass und vor allem sich dazu aufzuraffen loszulegen kann sehr mühsam sein. Wenn du deine Trainingseinheit auf den Morgen legst, hast du es bereits hinter dir, bevor der Tag richtig angefangen hat. Dann musst du dir keine Gedanken mehr machen, wann du den Sport noch irgendwie in deinen Tag integrieren kannst. Gerade wenn man nach der Arbeit noch Lernen muss oder andere Verpflichtungen hat, kann das nämlich sehr nervig sein. 

5. Es verhindert Konflikte mit dem Einschlafen.
Nach der Arbeit Sport zu treiben, um besser abschalten zu können hat natürlich auch was für sich. Falls sich das Training aber aufgrund langer Arbeitstage oder anderer Aktivitäten nach hinten verschiebt, kann es eher negative Auswirkungen auf deinen Schlaf haben (Besser schlafen). Das lässt sich durch morgendliches Sport treiben ausschließen. Und wenn du nach der Arbeit noch das Bedürfnis hast dich zu bewegen, kannst du das ja zusätzlich tun. Die Gefahr, dass wir uns zu viel bewegen ist schließlich bei den meisten von uns sehr gering ;).

Ein weiterer Vorteil von Training früh morgens kommt im Hochsommer zum Tragen. Da sind die Temperaturen morgens einfach noch am angenehmsten für Sport.

Machst du auch morgens Sport oder hast es schon ausprobiert? Oder willst du es jetzt mal versuchen? Teile deine Erfahrungen gerne mit uns.

Finde deine Balance!